WLAN nachts ausschalten

Nachdem ich gestern auf Unverständnis stieß, weil ich über Nacht mein WLAN ausschalte, da ich ganz einfach meine Ruhe haben will und auch nicht in Versuchung geraten möchte noch “mal eben schnell” etwas im Netz nachzusehen und dann doch wieder stundenlang vorm Monitor zu sitzen, kam gestern witzigerweise – von einem von mir abonnierten Nachrichtendienst – folgender Artikel rein:

WLAN-Router nachts ausschalten: Das sind die Vor- und Nachteile

Das sind die Vorteile

  • Nachts muss der Router in der Regel nicht an sein. Wenn Sie schlafen, brauchen Sie in der Regel kein Internet. Daher schalten Sie das Gerät beim Zubettgehen aus.
  • Dasselbe gilt, wenn Sie tagsüber gar nicht zu Hause sind.
  • Ebenfalls ausschalten sollten Sie den WLAN-Router, wenn Sie in den Urlaub fahren. Vor allem bei längeren Reisen lohnt sich die Ersparnis bei den Stromkosten.
  • Tipp: Führen Sie am Wochenende einen internetfreien Tag ein. So haben Sie die Möglichkeit, sich intensiver mit anderen Dingen in der offline Welt zu beschäftigen.

Das sind die Nachteile

  • Keine telefonische Erreichbarkeit: Weil der Standard heute IP-Anschlüsse sind, läuft die Telefonie über den Router. Ist dieser aus, ist man auf dem Festnetz nicht erreichbar und kann im Notfall auch das Festnetz nicht nutzen.
    Ich nutze mein Festnetz sowieso nicht. Diese Telefonnummer kennt niemand. Also egal.
  • Update-Probleme: Viele Geräte verlagern heute ihre Updates in die Nachtstunden, Windows macht das gern auch bei Smartphones. Das ist schwierig ohne Internet-Verbindung.
    Meine Updates starten sofort, sobald ich das WLAN wieder einschalte. Keine Probleme bis heute und somit auch egal.
  • Smart Home funktioniert nicht: Wer daheim viele Smart-Home-Geräte im Einsatz hat, sollte sich das Ausschalten des Routers gut überlegen, sonst funktioniert weder der Alexa-Wecker noch heizt die Kaffeemaschine vor.
    Ich nutze kein Smart Home. Also ebenfalls egal.
  • Probleme mit dem Provider: Wenn der Router ausgeschaltet ist, registrieren das die Gegenstellen des Providers. Das kann zu Problemen führen, denn die Diagnosesysteme der Provider könnten fälschlicherweise davon ausgehen, dass der Anschluss gestört ist. Dann kann es vorkommen, dass die Bandbreite runtergeregelt wird.
    Bis jetzt noch keine Probleme.
  • Gerätehaltbarkeit: Ein Router ist für den Dauerbetrieb ausgelegt. Das bedeutet zwar nicht, dass man ihn nicht aus- und einschalten darf, aber hier könnten Sie Verschleißprobleme bekommen, wenn Sie das über Jahre jeden Tag machen.
    Meinen vorherigen Router hatte ich 1,5 Jahre lang durchgehend laufen und er ging kaputt. Es kann also so oder so passieren.

[Quelle (und ausführlicher Artikel): CHIP 365 Das Verbraucher-Portal für jeden Tag]

6 Gedanken zu „WLAN nachts ausschalten“

  1. Bei uns ist es genau das Gegenteil:

    Unsere beiden Router sind echte Dauerläufer (mit aktuell 168 Tagen seit dem letzten kompletten Neustart bei unserem für die Verbindung nach aussen zuständigen Hauptrouter und weit über einem Jahr bei dem, der für die Aufspaltung unseres Netzwerkes zuständig und als Firewall – auch für unsere wenigen Smart-Home-Geräte – eingerichtet ist) gehen aber selbsttätig in den Ruhemodus, wenn sie keine Aktivitäten im WLAN registrieren oder nicht von unserem Provider angepingt werden.
    Beide Router fahren ihre Updates selbständig in der Nacht, alle anderen Geräte im Netzwerk sind so eingerichtet, dass sie sich nur updaten können, wenn sie manuell dazu angestossen werden.

    Der Stromverbrauch liegt dabei bei 3 Watt pro Stunde und Gerät im Ruhemodus und ist aus meiner Sicht zu vernachlässigen gegenüber dem Aufwand und Stromverbrauch, der nötig ist wenn (das betrifft hauptsächlich die Firewall) danach alle Netzwerkverbindungen unseres Backupsystems (Datenserver für unsere Bilder und dessen Verbindung zu einer externen Wolke) neu synchronisert werden müssten, denn da werden jedesmal mehrere Terrabyte an Daten neu eingelesen, was selbst bei hohem Tempo der VPN-Verbindung mehr als eine Stunde dauert und unsere Internetverbindung so stark belastet, dass kaum noch ein normaler Zugriff auf andere Webseiten möglich ist.
    Ausserdem steigt der Stromverbrauch beider Router dabei auf zusammen 130 Watt – in der Spitze sogar auf bis zu 150 Watt pro Stunde, ist also deutlich höher als bei einer permanenten Verbindung, wie sie auch im Ruhemodus erhalten bleibt.

    Insofern würde sich für uns ein Ausschalten des Routers also tatsächlich nicht lohnen, zumal auch unser (auch als Dauerläufer ausgelegter und selbsttätig in den Ruhemodus fallender) häuslicher Datenserver ein ähnliches Bild zeigt, wenn er sich komplett neu synchronisieren muss:
    Der verbraucht im Schlaf auch nur 5 Watt und frisst bei einer Vollsynchronisation innerhalb einer Stunde so viel Strom wie normalerweise in einer ganzen Woche…..

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    • Tja, mein Lieber, wenn ich das so lese, dann ist mir klar, dass ihr eure(n) Router nicht ausschaltet. Ihr seid ja viel größer aufgestellt, als ich hier mit meinem bisschen, was ich mit meinem Router versorgen muss.
      Managst du das alles in Eigenregie? Respekt!

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      • Ja, das mache ich in Eigenregie – sonst würde das wohl schon vom Wartungsaufwand her zu teuer.
        Und zum Glück habe ich auch genug Ahnung von der Materie, um ein entsprechendes Netzwerk in Betrieb halten zu können, das zum grossen Teil aus kostengünstiger gebrauchter Hardware aus dem Office-Bereich (weil nachhaltig und robust) aufgebaut (mit Ausnahme des Hauptrouters und der Festplatten) und mit Linux als Betriebssystem (wie auf allen unseren Rechnern) gut konfigurierbar ist, so dass ich alle Notwendige ohne grossen Zeitaufwand von meinem Arbeitsrechner aus (fern-)steuern kann, wie ich es möchte.
        Anders würde das auch keinen Sinn machen…

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        • Beneidenswert!
          Ich hatte zwar berufsmäßig auch mit PCs zu tun, aber das ging nie sehr tief und außerdem betraf es mehr den Softwarebereich und die Userbetreuung/-anleitung.

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  2. Liebe Maksi!
    Das kann jeder ja so machen, wie er will. Ich finde es nicht schlimm oder so, dass Du das Wlan nachts ausstellst, auch wenn dies für mich nicht in Frage kommt.

    LG
    Sandra!

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    • Ich habe hier im Haus (Stahlbeton) auch nicht gerade den besten Empfang. Ich habe mir einfach angewöhnt, möglichst wenig Elektrosmog in meiner Nähe zu haben … wenigstens nachts. Der Spleen einer alten etwas älteren Frau *lach*

      Alles Liebe von

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